Custom Preset Custom Preset Custom Preset Custom Preset
Zum Hauptinhalt

Hilfe! Mein Hund ist ein Staubsauger!

Was aber passiert aus Sicht Deines Hundes? Einen Gaumenschmaus der besonderen Art hat er erfolgreich selbst gefunden und dann auch noch ergattert! Und nun kommst Du als Spielverderber und willst ihm diese wertvolle Beute wegnehmen. Es prallen also zwei Welten aufeinander. Bei Dir ist es die Angst um Deinen Hund, es könnte sich ja um etwas Giftiges oder Verletzendes handeln. Bei Deinem Hund ist es die Angst wertvolle Beute wieder zu verlieren.

Was tun? Hier hast Du ein paar Tipps:

1. Ausreichend beschäftigen

Sei mal ganz ehrlich zu Dir, was genau machst Du unterwegs mit Deinem Hund? Vielleicht langweilt sich Dein Hund während Eures Spaziergangs. Aus Mangel an Angeboten von Dir sucht er im wahrsten Sinne nach Beschäftigung und das Einfachste ist dann einfach mal die Nase einzusetzen. Die funktioniert ja eh so gut. Und Zack! Was Feines gefunden. Aber es kann auch passieren, dass Dein Hund gelernt hat von Dir Aufmerksamkeit zu bekommen sobald er etwas vom Boden aufnimmt. Das kann durchaus auch negativ für ihn sein, aber Hauptsache Aufmerksamkeit. Deine Möglichkeiten hierfür wären z. B. Apportierspiele, Schnüffelspiele oder auch lustige Tricks. Wichtig ist, Du gestaltest Euren Spaziergang abwechslungsreich.

2. Signal „Aus“ oder „Spucks aus“

Dieses Signal wird leider oft sehr negativ an unsere Hunde vermittelt. Es ist nicht sinnvoll dem Hund einfach mal irgendetwas wegzunehmen und ihm damit ein schlechtes Gefühl zu geben, nämlich Angst etwas zu verlieren. Besser ist es doch das Abgeben von Essbarem oder Beute so aufbauen, dass Dein Hund das Gefühl hat etwas zu gewinnen! Um das aufzubauen arbeite zunächst mit einem Tauschgeschäft. Reiche Deinem Hund einen Kauknochen. Diesen sollte er mögen, aber er sollte nicht das Mega-Highlight sein. Wenn er genüsslich kaut biete ihm ein Super-Leckerchen direkt vor der Nase an. Genau dann wenn Dein Hund den Knochen fallen lässt sagst Du freundlich „aus“. Danach darf er wieder am Knochen weiter kauen. Wiederhole die Übung sehr oft und biete das Super-Leckerchen nach einigen Wiederholungen erst nach dem Loslassen an. Variiere die Gegenstände von Kauknochen zu Spielzeug und anderen spannenden Sachen. Wenn Dein Hund diese Übung verstanden hat wird er zukünftig auf Dein Signal gerne abgeben in der Hoffnung etwas besseres zusätzlich zu bekommen.

3. Rückruf

Der Preis der Freiheit ist ein sicherer wenn nicht sogar nahezu perfekter Rückruf! Da Dein Hund sehr schlau ist und extrem schnell lernt, findet er schnell heraus, dass auf den Rückruf in der Regel immer etwas Negatives geschieht. Meistens ist der Spaß zu Ende, es geht nach Hause, der Freilauf ist beendet oder etwas oder jemand Spannendes ist am Horizont erschienen. Was ist die Folge? Der Rückruf ist doof und wird somit auf Dauer unzuverlässig. Hier ein paar Erste-Hilfe-Tipps:

• Rufe Deinen Hund öfter mal zurück wenn es eigentlich nicht nötig ist

• Bleibe spannend und unvorhersehbar

• Führe ein klares Signal-Wort ein

• Zaubere eine Jackpot-Belohnung hervor, diese gibt es auch wirklich NUR für den gelungenen Rückruf

• Gib ein deutliches Auflöse-Signal zum Weiterlaufen, z. B. „Lauf“ oder „Okay“

• Steigere die Ablenkung langsam

4. Tabu

Im Gegensatz zum „Aus“ bedeutet „Tabu“, dass Dein Hund etwas gar nicht haben oder machen darf. Jetzt nicht und auch nicht zu einem späteren Zeitpunkt. Hunde brauchen Tabus. Auch die Hundemama setzt ihren Welpen bereits Grenzen in Form eines Schnauzgriffes oder Nackenstoßes. Dies sollten auch wir Hundeeltern möglichst früh mit unseren Hunden trainieren. Es eignen sich dazu Situationen wie Anknabbern von Möbeln oder menschlichen Körperteilen. Für Deinen Hund ist es viel stressfreier von Anfang an klare Grenzen gesetzt zu bekommen als immer wieder Diskussionen führen zu müssen. Für Dich übrigens auch!

Wir stehen Euch jeder Zeit mit Rat & Tat zur Seite!

Schaut unsere Angebote an:

Webinar

• Kurs

Einzeltraining